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Markus Zahradnik



BRIEF AN EMELIE UND LUKAS
Gerahmte Briefe, partiell mit Lack übermalt
unverkäuflich

Nie hat ein Mensch mehr unauslöschbare Spuren hinterlassen als heute. Das Internet im Allgemeinen und soziale
Medien im Speziellen sind ein ewiges Archiv – zum allergrößten Teil ein für jedermann zugängliches Archiv von Belanglosigkeiten: Statusmeldungen, Portfolio-Seiten, Pressemitteilungen, Foren – selten etwas, was längerfristige Relevanz hat.
In dem Brief an Emelie und Lukas versucht Markus Zahradnik herauszufinden, was, im Gegensatz dazu, für die Menschen, die uns ganz nahe stehen, von uns bleiben soll. Bei wem ist es uns überhaupt wichtig, dass mehr als
nur das allgemein zugängliche ‚Profil‘ übrig bleibt? Ist ein Brief dafür die richtige Form? Was kann man mit Mitte 30
seinen zweieinhalb-jährigen Kindern überhaupt mitgeben? Was möchte man jetzt nicht sagen, aber trotzdem
festgehalten wissen? Ist das Ganze nur der Versuch, sich – aus der eigenen Geschichte heraus – abzusichern?
Sind es knapp drei Seiten Text oder sind es nicht vielmehr die beiden Empfänger des Textes, die, mit dem was sie machen und noch einmal machen werden, die Antwort auf die Frage „Was bleibt von mir?“ sind?

Markus Zahradnik ist Vater der 2011 geborenen Zwillinge Emelie und Lukas.
Seinen eigenen Vater hat er mit 19 Jahren nach langer Krankheit verloren.


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